skip to Main Content

Berliner Morgenpost – 2.1. 2008

Streit um die Kuppel des Berliner Doms

 

Kirchenbauverein darf Gemeinderäume nicht mehr nutzen

Von Rainer L. Hein und Steffen Pletl

Mitte Die Rettungsaktion zum Erhalt des Alten Turms der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche hat mit großem Erfolg die Berliner mobilisiert. Bei der katholischen Sankt Hedwigs-Kathedrale am Bebelplatz ist nach einem knappen halben Jahr der erste Sanierungsabschnitt abgeschlossen. Nur bei der Rettung der maroden Kuppel des Berliner Doms sind derzeit keine sichtbaren Fortschritte zu erkennen. Seit November 2006 bietet das „enthauptete“ Gotteshaus am Lustgarten ein trostloses Bild, nachdem das Domkreuz und andere Symbole demontiert wurden… weiter lesen

Zank um die Domkuppel: Gemeinde wirft Kritiker raus
Tagesspiegel – 3. Jan. 2008

Für Thomas Buske vom Kirchenbauverein wurde dadurch „der Dom als Kunstwerk verunstaltet“. Inzwischen steht die jetzige Kuppel aber unter Denkmalschutz und …

links: die vom Kirchenbauverein favorisierte historische Kuppel – rechts: die neue Kuppel

 

Dr. Thomas Buske:

DER BERLINER DOM

SCHLUSS MIT DER VERSTÜMMELUNG EINES BAUWERKES

Auch in der Satzung des
BERLINER DOMBAUVEREINS
heißt es:

§2 Zweck 1.Zweck des Vereins ist es, die Vollendung des Wiederaufbaus und die Erhaltung des Berliner Domes zu unterstützen. Alle Freunde des Domes, die Gemeinde- und Vereinsmitglieder erwarten die Einlösung dieses Versprechens.

Wem gehört der Berliner Dom?

Der Berliner Dom war nie rechtlich eine Kathedralkirche – also Sitz eines Bischofs, sondern von seiner ersten Gründung an 1465 eine Stiftskirche, die oft wegen ihrer gleichen gottesdienstlichen Strukturen und seelsorgerlichen Ausrichtung auch „Dom“ genannt wurden… Weiter


Dr.theol.THOMAS BUSKE Gossler Straße 25
12 161 Berlin
15.XII.2oo6

Frau
Dr.Irmgard Schwaetzer
Vorsitzende des Domkirchenkollegiums
Lustgarten – Berliner Dom
10 178 B e r 1 i n

Sehr geehrte Frau Dr. Schwaetzer,
aus der Zeitung war zu entnehmen, daß Kreuz und Laterne von der Domkuppel aus Sicherheitsgründen abgenommen werden mußten.

Damit bietet sich Verpflichtung und Gelegenheit die damaligen „Bausünden“ während der Wiederherstellung des Domes noch „vor der Wende“ endgültig zu beheben und die originale Kuppelbekrönung wieder aufzusetzen, auch wenn diese Zielsetzung in einem zeitlich gestreckteren Rahmen nur zu verwirklichen sein wird.

Jedenfalls würde ich bitten, daß sich das Domkirchenkollegium vielleicht zu einem solchen initiierenden Beschluß verstünde, ohne daß auf vergangene, damals nicht umfassend genug durchdachte Argumente noch einmal Bezug genommen werden müßte.
Die inzwischen auch anderenorts wiederhergestellten historischen Gebäude sprechen längst eine andere Sprache, der wir uns nicht entziehen sollten.

Mit vielen guten Wünschen für eine gesegnete vorweihnachtliche Zeit grüßt Sie

Thomas Buske

PS
Dem Dombauverein habe ich in gleichem Sinne geschrieben


Antrag
für die Mitgliederversammlung des Dombauvereins

April 2007

Nachdem Kreuz und Laterne von der Domkuppel aus Sicherheitsgründen abgenommen werden mußten, bietet sich jetzt die Gelegenheit die originäre Kuppelbekrönung wieder aufzusetzen, auch wenn diese Zielsetzung in einem zeitlich gestreckteren Rahmen nur zu verwirklichen sein wird. Der Dombauverein verweist dazu auf die entsprechenden Denkmalschutzbestimmungen und die bereits auch von der Bundesrepublik Deutschland in den vergangenen Jahren wahrgenommene Baulastverpflichtung.

Der Dombauverein bittet daher alle Verantwortlichen, sich dieser Aufgabe nicht zu entziehen, den Dom auch in seinem äußeren Erscheinungsbild und in Übereinstimmung mit den unmittelbar im städtebaulichen Umfeld bereits hergestellten und ab 2009 weiter geplanten historischen Gebäude unverstellt und denkmalsgerecht zu vollenden.

Dr.tlieol. Thomas Buske – Gossler Straße 25 12 161 Berlin-Tel. 85128 26

Back To Top